{"id":36,"date":"2014-04-29T08:00:06","date_gmt":"2014-04-29T08:00:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.versicherung-checklist.de\/blog\/?p=36"},"modified":"2014-04-29T08:04:30","modified_gmt":"2014-04-29T08:04:30","slug":"kontoabfragen-durch-behoeden-gestiegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.versicherung-checklist.de\/blog\/kontoabfragen-durch-behoeden-gestiegen\/","title":{"rendered":"Kontoabfragen durch Beh\u00f6rden: Ausk\u00fcnfte \u00fcber Bankkonten gestiegen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"post_image alignleft wp-image-38 size-full\" src=\"http:\/\/www.versicherung-checklist.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Privatkontenabfrage.jpg\" alt=\"Privatkontenabfrage\" width=\"200\" height=\"150\" \/>Wie die S\u00fcddeutsche Zeitung berichtet, haben staatliche Beh\u00f6rden im letzten Jahr so viele Kontoabfragen bei Privatb\u00fcrgern durchgef\u00fchrt wie nie zuvor.<\/p>\n<p>Als aktivste Institutionen zeigten sich wenig \u00fcberraschend die Finanz\u00e4mter, die besonders in den letzten beiden Jahren versch\u00e4rft nach Steuerbetr\u00fcgen gefahndet haben. Aber auch von juristischer Seite mussten sich Privatpersonen in den letzten 15 Monaten deutlich h\u00e4ufiger durchleuchten lassen.<\/p>\n<p>Wie Zahlen des Bundesfinanzministeriums zeigen, kamen auch von Gerichtsvollziehern deutlich mehr Abfragen. Der Grund hierf\u00fcr liegt in einer Gesetzes\u00e4nderung, die 2013 in Kraft trat.<\/p>\n<h2>142.000 Abfragen allein im Jahr 2013<\/h2>\n<p>2012 fragten alle Beh\u00f6rden zusammen insgesamt knapp 70.000 Mal bei Banken nach, um zu erfahren, welcher B\u00fcrger \u00fcber welche Konten verf\u00fcgt. Ein Jahr sp\u00e4ter waren es nach Berichten der deutschen Tageszeitung bereits \u00fcber 140.000 Abfragen. Die Tendenz soll sogar dahingehen, dass es 2014 bereits \u00fcber 200.000 Abfragen geben wird.<\/p>\n<p>Datenschutzbeauftragte und Verbrauchersch\u00fctzer sind auf Grund der Entwicklung alarmiert, denn die erh\u00f6hte Zahl an Abfragen stellt einen starken Eingriff in die Privatsph\u00e4re der B\u00fcrger dar. Andrea Vo\u00dfhoff, Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung, erkl\u00e4rte gegen\u00fcber der SZ, dass Nachforschungen ergeben h\u00e4tten, dass es bei den Abfragen reihenweise zu Verst\u00f6\u00dfen gekommen w\u00e4re. Oftmals habe sogar schlichtweg die Grundlage f\u00fcr eine \u00dcberpr\u00fcfung gefehlt. Dar\u00fcber hinaus wurden die Personen, deren Konten \u00fcberpr\u00fcft wurden, des \u00d6fteren nicht einmal benachrichtigt.<\/p>\n<h2>M\u00f6glichkeit die Daten abzufragen erst seit 2005<\/h2>\n<p>Eine Abfrage der Kontodaten von Privatpersonen war rechtlich eine lange Zeit komplett verboten. Erst 2005 lockerte der Gesetzgeber die Schutzsph\u00e4re der B\u00fcrger und erm\u00f6glichte es seitdem gewissen Beh\u00f6rden, Informationen \u00fcber die Kontoinhaber zu erhalten. Abgefragt werden k\u00f6nnen unter anderem der Name, das Geburtsdatum, die Adresse und die Kontonummer. Was viele B\u00fcrger allerdings nicht wissen: Der Kontostand an sich, kann nicht abgefragt werden \u2013 weder von den Finanz\u00e4mtern, noch von anderen Beh\u00f6rden. Dasselbe gilt auch f\u00fcr Kontobewegungen. Demnach k\u00f6nnen die Beh\u00f6rden auch nicht nachpr\u00fcfen, welche \u00dcberweisungen Bankkunden get\u00e4tigt haben.<\/p>\n<h2>Starker Anstieg auf die Gerichtsvollzieher zur\u00fcckzuf\u00fchren<\/h2>\n<p>Der gro\u00dfe Anstieg an Kontoabfragen im letzten Jahr wird von Seiten der Finanzbeh\u00f6rden dadurch erkl\u00e4rt, dass seit 2013 auch Gerichtsvollzieher unter gewissen Umst\u00e4nden die M\u00f6glichkeit haben, Abfragen durchzuf\u00fchren. Diese k\u00f6nnen Pr\u00fcfungen an verschieden Stellen, unter anderem bei der Rentenversicherung, dem Kraftfahrt-Bundesamt und eben bei Banken einholen, sofern Ihre Mandaten Forderungen von \u00fcber 500 Euro an Privatpersonen stellen.<\/p>\n<p>Doch auch die Finanz\u00e4mter selbst haben mehr Anfragen gestellt. Nach 62.000 Abfragen 2012, gab es 2013 schon 69.000 F\u00e4lle. Wie die SZ berichtet, erkl\u00e4rt das Finanzministerium dennoch, dass der starke Anstieg der Abfragen &#8222;nahezu vollst\u00e4ndig&#8220; durch die neue Gesetzesregelung f\u00fcr Gerichtsvollzieher zu Stande kommt.<\/p>\n<h2>Finanzbeh\u00f6rden fragen 2014 wieder weniger ab<\/h2>\n<p>Es gibt allerdings auch gute Nachrichten f\u00fcr Privatpersonen. Wie aus den Zahlen des Berichts hervorgeht, halten sich die Finanzbeh\u00f6rden im neuen Jahr bislang mit \u00dcberpr\u00fcfungen zur\u00fcck. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war die Anzahl der Abfragen im ersten Quartal leicht r\u00fcckl\u00e4ufig. Ob sich dieser Trend allerdings auch im Laufe des Jahres fortsetzen wird, wollen die Beh\u00f6rden bislang weder best\u00e4tigen, noch dementieren.<\/p>\n<p>Fest steht dagegen schon jetzt, dass die Gesamtzahl der Abfragen auch in diesem Jahr wieder steigen wird. So wurden im ersten Quartal 2014 insgesamt wieder deutlich mehr Abfragen durchgef\u00fchrt, als noch im Vorjahr. Genutzt wurde das Mittel Anfang des Jahres haupts\u00e4chlich durch Gerichtsvollzieher, die unkooperativen Schuldnern auf die Finger schauen wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die S\u00fcddeutsche Zeitung berichtet, haben staatliche Beh\u00f6rden im letzten Jahr so viele Kontoabfragen bei Privatb\u00fcrgern durchgef\u00fchrt wie nie zuvor. Als aktivste Institutionen zeigten sich wenig \u00fcberraschend die Finanz\u00e4mter, die besonders in den letzten beiden Jahren versch\u00e4rft nach Steuerbetr\u00fcgen gefahndet haben. 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