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Umschuldung: Raten- statt Dispokredit spart Euros

DispokreditSeit Jahren sind die Zinsen in Deutschland niedrig. Ein Graus für die Sparer, ein Segen für diejenigen, die Kredite aufnehmen. Nur an einer Stelle scheint der Zinswandel nicht angekommen zu sein: Bei den Dispozinsen.

Im Durchschnitt liegen diese in Deutschland noch immer bei 10,2 Prozent, bei Überziehungszinsen sind es sogar knapp 14 Prozent. Zwar haben einige Banken reagiert und ihre Zinsen gesenkt, die Dispozinsen liegen aber weiterhin zwischen 5 und 13,7 Prozent.

Umschuldung statt Dispokredit

Privatpersonen und Unternehmen, die derzeit einige Hundert, Tausend oder gar Zehntausend Euro im Minus sind, sollten entsprechend über eine Umschuldung nachdenken, denn durch eine solche lässt sich oftmals eine Menge Geld sparen.

Der Grund dafür liegt darin, dass sich die niedrigen Zinsen auf den Finanzmärkten bei längeren Krediten viel deutlicher auswirken als bei einem Dispokredit. Für einen kurzfristigen Überbrückungskredit, also einen normalen Ratenkredit, fallen heutzutage nur noch zwischen vier und sieben Prozent Zinsen an. Das ist teilweise die Hälfte davon, was die Banken für einen Dispositionskredit verlangen.

Der niedrige Zins kann sich schnell lohnen, denn Schuldner, die ihren Dispokredit monatlich um 1.000 Euro überziehen, sparen schnell mehr als 100 Euro an Zinsen pro Jahr, wenn sie auf einen Ratenkredit umsteigen.

Dispokredit überprüfen

Ist der Aufwand allerdings zu groß oder wird das Konto nur in Ausnahmefällen überzogen, sollten Sparer prüfen, wie hoch die Zinsen sind, die ihre Bank für einen Dispokredit verlangt.

Die Commerzbank, die sich zuletzt als sehr kundenfreundlich gegeben hat, nimmt beispielsweise 11,9 Prozent Dispozinsen. Die Targobank verlangt für einen Dispokredit sogar noch höhere Zinsen. Ähnlich sieht es bei Genossenschaftsbanken aus, die ihr Geschäft hauptsächlich auf dem Land machen.

Privatpersonen und Unternehmen haben nicht nur die Möglichkeit zu einer Bank mit einem niedrigeren Dispozins zu wechseln, oftmals kann der Zins des Dispokredits auch nach einem Gespräch mit der Hausbank gesenkt werden.

Mittelfristig scheint auch eine politische Lösung möglich. So drängt die große Koalition im Moment darauf, die Dispozinsen zu deckeln.

Umschuldung von Krediten lohnt nicht immer

Der niedrige Zins sorgt dafür, dass Kreditnehmer darüber nachdenken, nicht nur ihren Dispokredit in einem Ratenkredit umzuwandeln, sondern auch ihre bisherigen Kredite neu aufzulegen. Das lohnt allerdings nicht immer. Zwar sind Baukredite mittlerweile teilweise für zwei bis drei Prozent Zinsen mit einer Laufzeit von bis zu 20 Jahren erhältlich, Gebühren, die für eine Umschuldung verlang werden, sind teilweise aber horrend. So kann es sich manchmal durchaus lohnen, einen Kredit mit einem höheren Zinssatz abzubezahlen, als vorzeitig aus dem Vertrag auszusteigen und einen anderen Kredit aufzunehmen. Hier spielt insbesondere die Zinsbindungsfrist eine Rolle. Ist diese abgelaufen, dürfen Kunden ihren Kredit ohne weitere Folgen auflösen und einen neuen Kredit aufnehmen. Ist dies nicht der Fall, drohen hohe Gebühren, manchmal lehnt die Bank eine vorzeitige Auflösung sogar komplett ab. Liegt keine Zinsbindungsfrist mehr vor, lohnt sich eine Umschichtung zumeist.

Vergleich von Anbietern bei Umschuldung

Ob nun eine Umschuldung von Dispokredit auf Ratenkredit oder eine Neuauflage des Baukredits, bei einer Umschuldung sollten die Angebote verschiedener Banken verglichen werden.
Zumeist verlangen die größeren Banken höhere Gebühren. Bei den Dispokrediten haben sich „Bank11Kredit“, die SKG und die Degussa Bank mit Zinsen von etwas weniger als fünf Prozent am Markt etabliert.
Bei Baukrediten bietet die Sparda Bank im Moment die mitunter besten Zinsen an. Hier werden für langfristige Baukredite oftmals weniger als drei Prozent fällig.

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