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Vor- und Nachteile der Zinsbindungsfristen zur Finanzierung von Immobilien

Zinsbindungsfristen: Vor- und NachteileDie Zinsen für Immobiliendarlehen sind niedrig und der Immobilienmarkt boomt. Die Investition in die Eigentumswohnung oder das Haus lohnt sich scheinbar wie nie zuvor. Doch auch wenn der Immobilienkauf seit eh und je eines der sichersten finanziellen Investments ist, in das Sie Investieren können, ist die Zinsbindung ein sehr wichtiger Punkt bei der Aufnahme eines Immobiliendarlehens. Die wichtigsten Punkte die zu beachten sind erfahren Sie in diesem Artikel.

Banken lieben Sicherheiten

Je höher Ihre Sicherheiten, je besser werden die Konditionen sein, die Sie von Ihrer Bank bekommen. Die Zahl an Angeboten ist groß. Den Überblick bei der Vielzahl an unterschiedlichen Kreditverträgen zu behalten ist schwer und gestaltet sich am Anfang der Planung nicht gerade leicht. Je nachdem, wie schnell Sie Ihren Kredit tilgen wollen, kommt eine feste Bindung eher für Sie in Betracht. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt, mit wieviel Eigenkapital Sie selber bei der Immobilienfinazierung dabei sein wollen. Auch hier gilt: Je höher Ihr Anteil ist, je besser ist Ihre Verhandlungsposition bei der Bank Ihrer Wahl.

Die wichtigsten Begrifflichkeiten schnell erklärt

Es gibt ein paar Begriffe die Sie in jedem Fall kennen sollten um genau zu wissen was im Angebot gemeint ist.
Das Annuitätendarlehen wird aus dem Finanzierungsbetrag berechnet. Es besteht aus einer prozentualen, mit aus Zins-Tilgungsanteil zusammengesetzten Rate, die über den ganzen Zeitraum gleich bleibt. Je länger der Kredit getilgt wird, je geringer wird der Zinsanteil und dementsprechend steigt der Tilgungsanteil an der gleichbleibenden Rate. Um finanzielle Engpässe zu vermeiden, empfiehlt es sich auf die Möglichkeit zu bestehen, einen kostenlosen Tilgungsatzwechsel in den Vertrag mit aufzunehmen.
Unter Festdarlehen versteht man z.B. ein Bauspardarlehen zur Immobilienfinanzierung. Beim Festdarlehen bleibt die Kreditlast über den ganzen Zeitraum gleich, die monatlichen Zahlungen gehen in z.B. Fonds und tilgen den Kredit erst wenn genug Geld über das ganze Darlehen zusammen ist.

Dauer der Bindung – ein entscheidender Faktor

Die Dauer wie lange Sie einen festen Zinssatz vereinbaren wollen hat einen enormen Einfluss auf die Höhe der Zinsen. Auch wenn es sich nur um minimalste Prozentzahlen in Ihrem Kreditvertrag für die Immobilie handelt sind sie bei 10, 15 oder gar 30 Jahren Laufzeit nicht zu vernachlässigen. Wenn die Zinsbindungsfrist sehr kurz ist, können Sie zwar direkt von dem bei der Europäischen Zentralbank günstig geliehenem Geld profitieren, laufen allerdings dabei das Risiko bei einem vollkommen unerwartet eintreffenden finanziellen Engpass in echte Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. Sollten Sie allerdings so kalkuliert haben, dass die Tilgung einen geringen Prozentsatz Ihrer monatlichen Einkünfte in die Tilgung Ihres Eigenheims investieren müssen, dann kann für Sie auch eine kurze Zinsbindungsfrist mit längerer Laufzeit in Frage kommen. Wenn Sie sich für eine kürzere Laufzeit entscheiden, ist ein Vertrag mit kostenlosen Sondertilgungen eine interessante Option.

Grundsätzlich ist eine Zinsbindung für jeden empfehlenswert. Bei einem sicheren Investment wie in die eigene Immobilie, kommt es nicht auf das schnelle Geld an. Es empfiehlt sich lieber auf Nummer sicher zu gehen. Sollten Sie jedoch feststellen, dass Ihr Vertrag in 10 Jahren zu teuer ist. Brauchen Sie sich nicht zu ärgern. Sie können ganz einfach einen aktuelleren günstigeren Kredit aufnehmen, wenn Sie feststellen sollten, dass die Zinsen wesentlich niedriger geworden sind. So haben Sie 10 Jahre von den festen Konditionen profiert und haben selbstverständlich nach 10 Jahren ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht.

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