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Englische Lebensversicherung

Britische Lebensversicherungen gibt es seit über 200 Jahren. Seit der Harmonisierung des Binnenmarktes in Europa, Mitte der 90er Jahre, können britische Lebensversicherungen auch Bürgern angeboten werden, die außerhalb Großbritanniens wohnen. Ein Versicherungsabschluss ist beispielsweise über das Internet oder über Niederlassungen in den EU-Mitgliedsstaaten möglich. Britische Lebensversicherungen dienen der privaten Vorsorge, der Anlage von Vermögen oder der Absicherung von Krediten.

Mehr Rendite durch andere Anlagepolitik

Der wesentliche Unterschied zu den traditionellen kapitalbildenden Lebensversicherungen in Deutschland liegt in einer anderen Anlagestrategie der eingezahlten Beträge. Generell erwirtschaften die Versicherungen durch Geldanlegen in festverzinsliche Papiere oder am Aktienmarkt Überschüsse, die den Versicherten zu Gute kommen. In Deutschland wie in den meisten anderen Ländern Kontinentaleuropas gelten jedoch Anlagehöchstgrenzen für Aktienanlagen - bis zu 35 Prozent-, die nur eine moderate Anlagepolitik zulassen. Ein Grund ist die Garantie der Rückkaufswerte der Versicherung über die gesamte Laufzeit, die britische Lebensversicherungen nicht in dem gleichen Umfang wie deutsche Versicherer zusichern. Ebenso unbekannt ist bei britischen Lebensversicherungen die gesetzliche festgelegte Mindestverzinsung, mit der die eingezahlten Versicherungsbeträge verzinst werden müssen. Aktuell liegt dieser Mindestzinssatz in Deutschland bei 2,25 Prozent für Neuverträge.

Die Aktienanteile bei britischen Lebensversicherungen können bis zu 100 Prozent betragen. Im Durchschnitt liegen sie zwischen 55 und 80 Prozent bei bevorzugt renditeorientierten Versicherungspolicen. Die Erträge aus den Aktienanlagen haben bei britischen Lebensversicherungen in den vergangenen Jahren für attraktive Renditen gesorgt, die teilweise doppelt so hoch sind wie bei vergleichbaren deutschen oder europäischen Versicherungen. Liegt beispielsweise die Rendite einer deutschen kapitalbildenden Lebensversicherung zwischen 4 und 5 Prozent, können britische Lebensversicherer 10 Prozent und mehr Rendite vorweisen. Der Nachteil: Die ausgewiesenen Renditen beziehen sich immer auf die Vergangenheit und können keine Garantie für künftige Erträge sein.

Sicherheit durch Smoothing

Aktieninvestments unterliegen stärkeren Wertschwankungen als traditionelle Zinsanlagen. Viele britische Versicherungsunternehmen arbeiten bei ihren Kapitalanlagen deshalb mit dem Instrument des Smoothings. Das bedeutet konkret, dass Aktiengewinne in guten Börsenzeiten nicht im vollen Umfang ausgeschüttet werden, um in Zeiten schlechterer Kurse negative Spitzen auszugleichen. Mit Smoothing sorgen die britischen Lebensversicherer für eine stabilere Entwicklung der Anlagewerte, die letztlich allen Versicherten des Unternehmens zu Gute kommt.

Besonders flexibel

Britische Lebensversicherungen bieten bei vielen Produkten eine größere Flexibilität als normale Lebensversicherungen deutscher Anbieter. So sind beispielsweise jährliche Zuzahlungen ab einer bestimmten Summe möglich, die den Wert und die Renditechancen erhöhen. Viele Produkte eignen sich auch als Rürup-Rentenverträge, wenn der Versicherer die eingezahlten Beträge garantiert oder für Verträge zur betrieblichen Altersversorgung.

Die Laufzeiten können in der Regel flexibel festgelegt werden. Vor einer Kündigung der Police sollte die Option der Beitragsfreistellung geprüft werden, die von vielen Versicherungen angeboten wird. Das Wahlrecht für eine Kapitalauszahlung oder eine Rentenauszahlung besteht bis zum Ablauf der Versicherungsdauer. Bei vielen Policen kann auch eine Absicherung der Hinterbliebenen, der Berufsunfähigkeit oder ein Unfallschutz integriert werden.

Kontrolle ist gut und besser

Versicherungsunternehmen, die britische Lebensversicherungen in Deutschland anbieten, unterliegen zum einen den Auflagen der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Aufsichtsbehörde FSA in Großbritannien.

Keine Angst müssen Versicherte mit einer britischen Lebensversicherung vor möglichen Währungsschwankungen ihres Versicherungswertes haben, da die meisten Policen in Euro abgeschlossen und später auch ausgezahlt werden.

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